kein-anderes-Evangelium

Ständig bedroht


Um den "Schutz Gottes" wird in frommen Kreisen gerne viel Aufhebens gemacht. Man koppelt ihn beispielsweise gerne an die Zugehörigkeit an eine Gemeinde - dann auch gerne "Schutz durch die Gemeinde" genannt. Aber das ist natürlich nicht die einzige Regel, die man einhalten muß, um geschützt zu sein. Seine Finanzen etwa schützt man dadurch, daß man Geld spendet. Und sein Innenleben, indem man keine Musik mit schlechten Texten hört ...

Wer meint, der Schutz Gottes sei ein Resultat der Einhaltung bestimmter Regeln - findet natürlich immer mehr Regeln, die er einzuhalten hat. Das ist schon Stress. Dazu kommt dann noch der Stress, sich mehr oder minder oft durch satanische Aktivitäten bedroht zu fühlen (das ist die charismatische Ergänzung dieser Sichtweise)

Der Schutz Gottes ist der Schutz Gottes - er hängt wie alles, was Gott uns schenken will, nicht von der Einhaltung von Verboten ab.

Bedroht fühlt man sich, wenn man selbst es ist, der für die Dinge sorgen muß. Denn das gibt einem, das Gefühl, nicht genug getan zu haben - man genügt nicht.

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