kein-anderes-Evangelium

Kollektive Folgen des Sündigen




Nicht alles an unserem Sündigen ist Privatsache - weder bei Christen von bei Nicht-Christen. Manches hat Folgen für die Gemeinschaft, in der wir leben. Und das Kollektiv ist nicht hilflos, es muß nicht alles erdulden im Namen des "Lieb-Seins" oder des "Verständnisses". Warum etwa sollten wir Gesetzeslehrer in unseren Reihen agieren lassen? Oder unsere Kinder von Menschen mit entsprechender Neigung sexuell mißbrauchen lassen?


Menschen und auch Christen können tun und lassen, was sie wollen. Aber manches davon hat eben Konsequenzen - und das ist auch gut so. Denn sonst hätten Menschen keinen Grund, ihr Verhalten zu überdenken. Und es gibt weniger Fälle, in denen das christliche Kollektiv handeln muß, um Schaden von seinen Mitgliedern fernzuhalten.


Deshalb kennen wir das Phänomen der Gemeindezucht aus den ersten Gemeinden. Es funktionierte allerdings nur, weil die kollektive Gnade damals so etwas Wunderbares war. In den heutigen, meist gesetzlichen Gruppen, die sich "Gemeinden" nennen, käme ein Ausschluß eher einer Erleichterung nahe. Denn was würde man mehr verlieren als ein wenig Pseudo-Freundschaft, geheucheltes Interesse, gequältes Lächeln etc. ?


In den Händen der Gesetzlichen sind natürlich alle Passagen zur Gemeindezucht etwas, in dem sie sich sehr wohl fühlen. Endlich kann gestraft werden! Aber das Prinzip der Gemeindezucht ist nichts, was in ihre Hände gehört.


Außerdem ist Gemeindezucht sowieso ziemlich schlapp im Vergleich zu den Strafen des Mosaischen Gesetzes: da springt auch schon mal ne ordentliche Steinigung mit Todesfolge heraus Winken


Ein weites Thema, zu dem wir uns bestimmt noch mal äußern werden ... u.a. in eigenen Unterthemen.


Eventuell griff dieser Mechanismus auch bei zwei Männern, die Paulus erwähnt.

1.Timotheus 2,19+20: indem du den Glauben bewahrst und ein gutes Gewissen, das einige von sich gestoßen und so im Hinblick auf den Glauben Schiffbruch erlitten haben; 20 unter ihnen sind Hymenäus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie zurechtgewiesen / unterwiesen / erzogen werden, nicht zu lästern.


Aber wir wissen nicht genau, was die Formulierung "dem Satan übergeben" bedeutet. Es ist müßig, darüber zu spekulieren.







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