kein-anderes-Evangelium

Frei vom Gesetz



Das Gesetz gilt ... aber nicht für Christen.

Wer die GELTUNG des Gesetzes für Christen ablehnt, hat dabei viele Stellen des Neuen Testamentes auf seiner Seite.

Röm 6,14b ... ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.
Röm 6,15 ... wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind ... (zur (falschen) Auslegung von Römer 6 siehe: http://kein-anderes-evangelium.chapso.de/roemer-6-und-die-suende-s673553.html )
Röm 7,4 So seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus ...
Röm 7,6a Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht ...
Gal 2,19a Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben ...
Gal 5,18 Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter dem Gesetz.
Eph 2,15a Er hat das Gesetz der Gebote in Satzungen beseitigt ...


Damit ist aber noch lange nicht das Gesetz abgeschafft. Es gilt weiter für die, die nicht unter Gnade leben wollen - Christen wie Nichtchristen. Galater 4,21 redet von Christen, die unter Gesetz sein WOLLEN - obwohl sie es längst nicht mehr sind. Für die gilt also das Gesetz auch - mit allen Folgen.


Gal 4,21 Sagt mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt, hört ihr das Gesetz nicht?
Gal 5,4 Ihr seid von Christus abgetrennt, die ihr im Gesetz gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen.


Die Gebote von Jesus sind nicht gleichbedeutend mit dem Gesetz. Jesus gebietet Dinge wie "Bleibt in mir" oder "Bleibt in meiner Liebe" oder "Liebt einander" oder "Bittet nun den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte!" oder "Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus!". Das sind ganz andere Dinge als das Gesetz sie von uns verlangt. Und das Gesetz VERLANGT sie von uns, sie sind unsere Pflichten, egal wie es uns geht. Die Gebote Jesu haben einen ganz anderen Charakter.

Das Gesetz hat diverse Aufgaben:


  • es soll Menschen müde machen
  • verzweifeln lassen
  • Sehnsucht nach Gnade wecken
  • die Sünde noch mehr zunehmen lassen (Röm 5,20a Das Gesetz aber kam daneben hinzu, damit die Übertretung zunehme. Röm 7,8 Die Sünde aber ergriff durch das Gebot die Gelegenheit und bewirkte jede Begierde in mir ... 1Kor 15,56b ... die Kraft der Sünde aber (ist) das Gesetz.)
  • Zorn bewirken (Röm 4,15 Denn das Gesetz bewirkt Zorn; aber wo kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung.)
  • es bringt Fluch; Perfektionismus und noch einiges andere (Gal 3,10 Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind, die sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben: "Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buch des Gesetzes geschrieben ist, um es zu tun!")

... deswegen soll es auch niemand ändern. Wenn es liberalisiert wird wie in vielen Gemeinden, kann es nicht so wirkungsvoll sein.


Aber wie auch immer: Lobpreisungen des Gesetzes sind seit gut 2000 Jahren völlig verfehlt. Und wer den Segen des Gesetzes will, obwohl er allen denkbaren Segen bereits in Jesus HAT, der zeigt letztlich, wie gerne er sich verdienen will, was er längst umsonst haben könnte.


... sicher hat Jesus das Gesetz erfüllt (obwohl er es öfter auch gebrochen hat). Das gilt aber nicht für uns. Wir gehen ja auch nicht ans Kreuz, weil wir uns Nachfolger nennen.


Angesichts der Überzeugung, mit der immer wieder gegen die Freiheit des Christen vom Gesetz geredet wird, fällt einem 1Tim 1,7 "Sie wollen Gesetzeslehrer sein und verstehen nichts, weder was sie sagen noch was sie fest behaupten" ein.


Übrigens gibt es eine sehr interessante Passage im Römerbrief, Kapitel 7, die nahelegend, daß wir geistlichen Ehebruch begehen, wenn wir sowohl unter Gesetz wie auch unter Gnade leben wollen.


Römer 7,2-4: Denn die verheiratete Frau ist durchs Gesetz an den Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann gestorben ist, so ist sie losgemacht von dem Gesetz des Mannes. So wird sie nun, während der Mann lebt, eine Ehebrecherin  genannt, wenn sie eines anderen Mannes wird; wenn aber der Mann gestorben ist, ist sie frei vom Gesetz, so dass sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie eines anderen Mannes wird. So seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus ...


Und auch an anderer Stelle wird uns von der wirklichen Absicht berichtet, die Gott mit seinem Gesetz hatte:


Röm 3,19 Wir wissen aber, dass alles, was das Gesetz sagt, es denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und die ganze Welt dem Gericht Gottes verfallen sei.
1Kor 15,56b ... die Kraft der Sünde aber (ist) das Gesetz.


Ein herber Schlag für alle christlichen Fans des Gesetzes!


Ohne Gesetz gibt es auch keine Sünde mehr im Sinne des Gesetzes:

Röm 5,13 - denn bis zum Gesetz war Sünde in der Welt; Sünde aber wird nicht zugerechnet, wenn kein Gesetz ist.


Das Gesetz war so wirkungslos, weil es unsere kraftlose Natürlichkeit, unser "Fleisch" war, das es erfüllen wollte:

Röm 8,3 Denn das dem Gesetz Unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war ...
Röm 8,7 weil die Gesinnung des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht untertan, denn sie kann das auch nicht.

Aber ein Schelm, wer nun meint, es sei ja jetzt durch den Geist kraftvoll gewesen! Die Kombinationen lauten:

Fleisch und Gesetz
Geist und Freiheit vom Gesetz

Nur unser Fleisch mußte durch das Gesetz terrorisiert, gebändigt, zum Sündigen gebracht werden etc.


Gal 5,18 Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter dem Gesetz.


Es hilft alles nichts: das Gesetz konnte uns ohne Jesus nicht lebendig machen - und mit ihm sind wir so lebendig wie auch nur irgendwie vorstellbar.

Gal 3,21 ... wenn ein Gesetz gegeben worden wäre, das lebendig machen könnte ...


Wir sehen also, daß das Gesetz nicht mehr für uns gilt - und auch sonst keine positive Aufgabe mehr hat in unserem Leben. Für andere Menschen - und auch für andere Christen - kann es aber der "Zuchtmeister" auf Jesus hin sein, der, der sie zu ihm treibt.


Gal 3,24 Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister auf Christus hin geworden, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden.


Übrigens war der Zuchtmeister nicht selbst ein Lehrer, sondern es war ein Sklave - ein paidagoogos - der nur die Aufgabe hatte, die Kinder bis zur Schule bzw. Unterricht zu begleiten. Dazu hatte er einen Stock, den er benutzte, wenn sie vom Weg abkamen.




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